Hörgeräte | "Ich brauche kein Hörgerät, denn ..."
Es gibt viele unbegründete Vorurteile gegenüber Hörgeräten, die wir hier entkräften möchten:Nur wenige Menschen sind wirklich hörgeschädigt. Mich und meine Angehörigen berührt das herzlich wenig.
Tatsache: Jeder von uns hat mit fortschreitendem Lebensalter mehr oder weniger einen leichten Hörverlust. In der Bundesrepublik Deutschland sind zum Beispiel 14 Millionen Menschen davon betroffen.
Wenn ich einen Hörverlust hätte, würde ich das schon längst bemerkt haben.
Tatsache: Das ist nicht unbedingt der Fall. Meistens läßt das Hörvermögen langsam und unmerklich über Jahre nach. Oftmals gewöhnen wir uns so an das schlechtere Hören und machen es uns gar nicht erst bewußt oder verdrängen diese Tatsache.
Diejenigen, die wirklich schlecht hören, werden etwas dagegen unternehmen.
Tatsache: Leider stimmt das nicht. Nur ca. 15 % der Hörgeschädigten gehen zum Arzt oder zum Hörakustiker.
Hörgeräte sind viel zu groß und unbequem zu tragen. Deswegen trägt keiner gern ein Hörgerät.
Tatsache: Viele wissen noch gar nicht, wie sehr modernste Technik die Hörgeräte verändert und verkleinert hat. Wie sollten Sie auch, denn das kleine Im-Ohr-Gerät des Nachbarn hat noch keiner bemerkt. Diese diskreten Hörhilfen sind heutzutage technisch schon so weit entwickelt, daß die geringe Größe das Tragen sogar angenehm macht.
Hörgeräte nützen ja doch nichts. Ich habe schon mal eines ausprobiert.
Tatsache: Wahrscheinlich haben Sie einen älteren Hörgerätetyp ausprobiert, der Hintergrundgeräusche noch zu sehr mitverstärkte. Das hat einen negativen Höreindruck verursacht, und die Sprache der anderen konnten Sie nicht gut genug verstehen. Vielleicht waren Ihnen die Hörgeräte früher auch noch zu auffällig. Alles das hat sich aber mittlerweile geändert.
Ein Hörgerät macht doch alt.
Tatsache: Alt wirkt man dann, wenn man sich nur noch schlecht oder gar nicht mehr an Gesprächen beteiligen kann oder mag. Ein Hörgerät schränkt nicht ein. Im Gegenteil.
Ein Hörgerät hilft nur dann, wenn einer spricht. Sobald mehrere reden, schalten viele ihr Gerät aus, weil sie kein Wort mehr verstehen.
Tatsache: Oft reicht ein Hörgerät nicht aus. Bei einer einseitigen Versorgung kann das Gehirn die unterschiedlichen Klangbilder nicht optimal verarbeiten. Dieser Nachteil entfällt bei einer beidseitigen (binauralen) Versorgung. Zusätzlich gehört dieses Problem bei der Verwendung modernster Technik (z. B. Richtmikrofontechnik, intelligente, digitale Schaltungen) nahezu vollständig der Vergangenheit an.
Ein Hörtest ist mir zu teuer und zu schmerzhaft.
Tatsache: Sprechen Sie auch darüber mit Ihrem Hörakustiker. Den Hörtest wird er sicherlich kostenlos für Sie durchführen. Und wir garantieren Ihnen: Sie spüren überhaupt nichts.